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OLPC – jetzt geht’s los!

Das OLPC-Projekt wurde in diesem Blog schon viel zu lange sträflich vernachlässigt. Die sich momentan bietende Gelegenheit, mal wieder tolle Neuigkeiten davon zu berichten, möchte daher unbedingt genutzt sein.

Zugegeben — der Gedanke ist arrogant. Die Kinder dieser Welt haben alle möglichen Probleme: Hungersnöte, Trinkwasserknappheit, Umweltkatastrophen, … Eine beliebig erweiterbare Liste. Und nun kommt ein MIT-Professor an und meint ganz vorn in dieser Liste stünde das Problem „zu wenige Laptops“.

Ob er recht hat mit dieser Einschätzung, wer sich dieser anschließen würde und wer nicht, das steht auf einem anderen Blatt und ist auch bei weitem nicht so interessant, wie der von OLPC entwickelte 100-Dollar-Laptop.

1,5kg geballte kindgerechte und wasserdichte Technik: WLAN mit Hasenohren-Antennen, 1-GigaByte-Flash-Speicher statt Festplatte, Webcam und ein Display, dass sich auf einen für helles Sonnenlicht geeigneten Schwarz-Weiß-Modus umstellen lässt. Gesteuert wird er ausschließlich von freier Software, selbstverständlich unter Linux. 🙂 Die Laptops können miteinander zu einem Netzwerk zusammengeschlossen werden, und sobald auch nur einer eine Internet-Verbindung hat, kann er diese mit allen anderen teilen.

Ziel das Projekts: fünf bis zehn Millionen Kindern in Entwicklungsländern rund um den Globus ihren eigenen Laptop in die Hand drücken. Finanzieren sollen das die Regierungen der jeweiligen Staaten und bereits jetzt liegen Bestellungs-Zusagen von Argentinien (500.000 Stück), Brasilien (voraussichtlich 1.000.000 Stück), Libyen (1.200.000 Stück) und Nigeria (ebenfalls 1.000.000 Stück) vor. Klar, dass derartige Stückzahlen den Preis drücken können.

Inzwischen wurden auch die ersten Prototypen schon hergestellt und von dem einen oder anderen Experten kritisch auf Herz und Nieren geprüft. Ganz erfolglos können diese Tests nicht gewesen sein, denn am Donnerstag ist nun offensichtlich in Uruguay eine erste Schule mit 150 dieser Laptops versorgt worden. Macht bei 150 Schülern ein lupenreines 1:1-Verhältnis.

Und nach so vielen Zahlen und Fakten, zum Schluss das entwaffnend wundervolle Ergebnis des Projektes bisher:

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