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To CCTV or not to CCTV?


Schon im Jahr 2002 kam eine britische Metastudie zur flächendeckenden Videoüberwachung u.a. zu folgendem denkwürdigen Ergebnis:

„Threequarters of the Home Office Crime Prevention budget was spent on CCTV between 1996 and 1998, yet a comprehensive review has revealed the overall reduction in crime was only five per cent. A parallel systematic review carried out by the Home Office that looked at street lighting, however, found a highly significant reduction in crime of 20 per cent.“

Die Berliner BVG ereilen nun mit einer Studie zur Effektivität der Kameraüberwachung auf drei U-Bahn-Linien ähnliche Erkenntnisse. Auch wenn der Auftrag zur Begleitstudie nach einem Zwischenbericht kurzfristig gekündigt wurde, auch wenn die BVG diesen zunächst nicht rausrücken wollte — das Ergebnis ist unzweideutig:

„Eine Veränderung der Kriminalitätsrate zeichnet sich aufgrund der Einführung der Videoaufzeichnung bisher nicht ab. Bezogen auf Sachbeschädigungen deuten die zugrunde gelegten Vergleichszahlen eher auf einen leichten Anstieg hin.“

Warum bin ich nicht überrascht?

Die BVG gibt sich übrigens unbeeindruckt: Bis Jahresende ist eine Ausweitung auf alle Berliner U-Bahnhöfe angekündigt.

[via heise]

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