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Rock statt Klatsch

Man musste ja bisher tapfer sein, als Freund gepflegter britischer Rock-Musik, wann immer es in der Presse um Pete Doherty ging. Alle interessierten sich für seine Skandale, für Kate Moss, Kokain-Filmchen und abgesagte Konzerte. Pete Doherty kennt man aus dem „Panorama“ auf Spiegel Online, und niemand hört jemals auf seine Musik…

Das ist jetzt gerade mal anders. Ein bisschen irritiert bin ich ja schon, dass ausgerechnet die Welt (ein Blatt, das ich auch online sonst eher meide) einen herzzerreißend treffenden Artikel über das Babyshambles-Konzert schreibt:

„Doherty ist ein Musiker, der es vermag, so entrückt und versessen auf seiner Gitarre zu schrammeln, dass man tatsächlich wieder bereit dazu ist, Gitarrenmusik für aufregend und simple Rocksongs für die angemessene Antwort auf eine zerfallende Welt zu betrachten. […]
Das Berührende an seinen Liedern ist gleichzeitig ihr größtes Problem: Sie verschwenden sich an den Moment, sie klingen so rau und kaputt, so schrecklich und schön wie das Leben. Pete Doherty macht Musik, deren Diktat die Fassungslosigkeit ist, der Rausch, der Taumel.“

Aber recht haben sie. Und der Artikel erscheint unter „Kultur“.

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