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Wer hätte gedacht…

…dass ein Satzungetüm, das wie folgt beginnt:

Die aufgrund der einstweiligen Anordnung vom 11. März 2008 im Verfahren 1 BvR 256/08 (Bundesgesetzblatt Teil I Seite 659), wiederholt und erweitert mit Beschluss vom 28. Oktober 2008 (Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2239), zuletzt wiederholt mit Beschluss vom 15. Oktober 2009 (Bundesgesetzblatt Teil I Seite 3704), von Anbietern öffentlich zugänglicher Telekommunikationsdienste im Rahmen von behördlichen Auskunftsersuchen erhobenen, aber einstweilen nicht nach § 113b Satz 1 Halbsatz 1 des Telekommunikationsgesetzes an die ersuchenden Behörden übermittelten, sondern gespeicherten Telekommunikationsverkehrsdaten

einen jemals in freudige Verzückung versetzen kann?

Dann aber auch: Wer hätte gedacht, dass dieses Ungetüm, verbalisiert vom Präsidenten des Verfassungsgerichts, enden würde mit

sind unverzüglich zu löschen.

Es ist unglaublich. Unser über alle Maßen geschätztes, international gelobtes, in seiner Weisheit und Strahlkraft nahezu unerreichtes Verfassungsgericht stellt fest: „Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.

Ihr Juristen unter der verehrten Leserschaft: in welchem Semester erlangt man Kenntnis von dieser Tatsache? Und aus welchem Grund bitteschön hat sich niemand von Euch bemüßigt gefühlt, das mal der Politik mitzuteilen?

Mannomann.

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